Samstag, 29. Dezember 2007

Weihnachten in Azara 3

Blick in den Tempel bei Nacht
mit Beleuchtung

gemuetliches Zusammensitzen mit allen Helfern


die Parroquia herzurichten fuer Weihanchten nach Christmette


im Jugendsalón

Weihnachten in Azara 2

meine selbstgebackene Linzertorte nach dem Verzehr
-
sie kam sehr gut an und es sagten alle, ich solle die Torte mal wieder machen
die Caritasgruppe beim Kisten richten fuer arme Familien
mit Essen und Suessigkeiten zu Weihnachten

Weihnachten in Azara 2

Ilumination des Tempels und der Parroquia

Ich mit "1 Koenig und Josef" nach der Christmette
an der Krippe

Weihnachten in Azara 1

die Ministrantengruppe nach der Christmette,
bei der sie ein Krippenspiel machten

Unser Tempel in Azara zu Weihnachten
mit Krippe und Baum

Montag, 10. Dezember 2007

camino a la vorgen del camino 3

die Marienstatue zwischen Azara und Apóstoles

der Wagen der Pfarrei:
Holzpflock und Yerba Mate als Zeichen fuer die wirtsch.
Einkommensquelle

camino a la vorgen del camino 2

unser Wagen der Pfarrei von Azara

Militaermusikkapellenabteilung, die jedes Jahr da ist,
um beim Gottesdienst (dieses Jahr mit dem Bischof) dabei zu sein.
Es wird immer am schluss der Messe die Nationalhymne gesungen!

camino a la vorgen del camino

Sonnenaufgang gegen 5 Uhr
Landschaft von Misiones beim Sonnenaufgang gegen 5 Uhr

(sieht ein wenig aus, wie die Landscahft von Herr der Ringe)

Ministranten mit dem Kreuz und Fahnen vorneweg


des Zugs

Montag, 3. Dezember 2007

ich und der padre im Garten der Parroquia
zwischen der herrlichen bluetenpracht


Hallo an alle Daheim-gebliebenen und in aller-Welt-verstreuten,

ich melde nun wieder nach knapp einem Monat, in dem ich doch wieder ziemlich viel erlebt habe. Es hat nun der Advent angefangen und Weihnachten steht vor der Tuer. Hier wird nun heiss, mit ueber 35 Grad und man haelt es in der Sonne nicht lange aus und man schwitzt so sehr, dass man sich mehrmals am Tag duscht. Nun beginnen hier die Vorbereitungen fuer Weihnachten: der Tempel (Kirche) muss hergerichtet werden mit der Krippe, dem Weihnachtsbaum und den Lichtern. Die Kirche ist beruehmt fuer ihre Lichterilumination, und so kommen viele Leute von ausserhalb, um es sich anzuschauen.

Ich habe auch schon meine erste Grippe hinter mir, die mich fast 3 Wochen verfolgt hat, da es hier sehr starke Wetterumschwuenge gab von Waerme mit Sonne, aber auch mit Regen Kaelte. Ich wurde krank, da ich mich erst an das Klima gewoehnen musste und jeden Tag auf mich neue Eindruecke hereintrafen. So hat dann einfach mein Koerper gestreikt und ich lag 2 Tage im Bett. Ich war nicht der einzige, den es erwischt hat und es wurde auch der Padre krank und auch einige, die in der Parroquia mitarbeiten.
Doch nun ist die Grippewelle hier komplett ueberstanden und alle sind wieder wohl auf!

Seit nun ein wenig mehr als 2 Wochen bin ich nun allein, da der "alte" Misionero aus Deutschland wieder heimgereist ist, da sein Einsatz nun vorueber ist. Wir haben den Misionero, mein Vorgaenger, mit einer Messe und einem anschliessendem Bankett vor dem Tempel verabschiedet. Von jeder Gruppe, in der der MaZler sich engagiert hat, gab es Geschenke als Erinnerungen, z.B. von der Minstrantengruppe, Caritasgruppe, Bibelgruppe und Liturgiegruppe. Es kamen ueber 200 Leute, die sich ihm verabschieden wollten und so dauerte die Feier bis recht spaet in die Nacht hinein. Doch da es kalt war, so ist jeder mit Jacke und langen Klamotten hier in der Parroquia gewesen.
Nun wurden mir alle Aufgaben uebertragen, die vorher mein Vorgaenger inne hatte. So bin ich nun fuer die 18 Ministranten, stolze Zahl fuer ein Dorf, verantwortlich, mit denen ich nun die Gruppenstunden halten werde, Katechesen mache, aber mit ihnen viel Spass haben werde. Da ich die Sprache noch nicht perfekt beherrsche, aber schon anfange deutsche Woerter zu vergessen und schon anfange wirklich in spansich zu denken, helfen sie mir, wenn ich Woerter suche und ich sie nur umschreiben kann. Weiterhin bin ich fuer die Finanzen der Pfarrei fuer den Bau unseres Altenheimes zustaendig und verwalte und die Bauarbeiter auszahle.
Ich wurde auch gefragt, ob ich nicht einigen Leuten Deutsch beibringen koennte. Nun habe ich 5 Leute, die alle unterschiedlich weit sind mit der deutschen Sprache. 2 Davon sind absolute Anfaenger, 2 sind schon etwas weiter und einer moechte noch mehr deutsch sprechen als in dem Deutschkurs, in dem er ist einmal pro Woche fuer 2 Stunden. Es macht mir unheimlich Spass den Leuten die deutsche Sprache beizubringen. Von einem, der deutsch lernen moechte, bekomme ich das Gitarre spielen beigebracht, da ich schon seit langem Gitarre spielen moechte. Ich bin zwar noch wirklich in den Anfaengen und hoert sich noch scheuslich an, aber sehe jedesmal Fortschritte.
Ich bin ausserdem fuer die Einkaeufe und Besorgungen mit zustaendig, die gemacht werden muessen hier im Ort oder im Nachbarort, 20km enftfernt, oder auch wenn man nach Posadas, unsere Provinshauptstadt, fahren muss. Unser Gefaehrt ist zwar alt und ist schon so ziemlich kaputt, aber es faehrt und ist einfach mit seiner Ladeflaeche fuer uns in der Parroquia unersetzlich.
Letztes Wochenende war die Wahl der Koenigin hier im Pfarrsaal, bei der ich in Jury war und mit von der Partie war, die die Koenigin waehlen sollte. Die Koenigin representiert das Dorf und wird bei grossen Festen das Dorf vertreten. Die Kandidatinnen sollten zuerst in Sportkleidung erscheinen und wie auf dem Laufsteg vor der Jury einen Rundgang drehen und sich vor dem Publikum zeigen. Danach wurden die Kandidatinnen gefragt, warum und weshalb sie sich bereiterklaert haben, als Kandidatinnen fuer die Koenigin aufzutreten. Anschliessend war dann die Praesentation der Kandidatinnen in Galakleidern. Es war nicht ganz einfach eine Koenigin zu waehlen, da die Meinung der Jurymitglieder in 2 Lager geteilt war. Nach langem hin und her und als schon fast die Sonne wieder aufging stand die Entscheidung endlich fest durch Abstimmung in der Jury. Es war das erste Mal, dass ich sowas wie eine Koeniginnenwahl erlebt habe und dann gleich auch noch entscheiden sollte, wer Koenigin werden soll.

Wie ich in meinem letzten Rundbrief geschrieben habe mit der politischen Situation hier im Land, Provinz und Dorf und wie viel Politik gemacht wurde, ist es jetzt sehr ruhig mit der Politik und es geht wieder alles seinen gewohnten Gang und alle sind sehr zufrieden mit der Wahl, da auf breiter Laenge die Partei gewonnen hat, die gerade dafuer sorgt, dass die Korruption weniger wird und die Wirtschaft wieder waechst. Die Praesidentin, der Guverneur und der Buergermeister sind in der gleichen Partei, sodass die Zusammenarbeit nun gut funktioniert.

Nach nun schon 3 Monaten, die ich in Suedamerika bin, habe ich mich doch schon recht gut an die neue Umgebung, die Leute und das Essen gewoehnt. Man ist hier jeden Tag unter Leuten, sodass man eigentlich kaum eine Moeglichkeit hat, sich tagsueber Gedanken zu machen, wie es zu Hause wohl geht und was die Freunde, Familie und Bekannten so machen. Nur abends, wenn ich auf meinem Zimmer bin und Zeit fuer mich habe, dann kommen Gedanken an Zuhause und es kann dann auch schon sein, dass bei mir die einen oder anderen Traenen rollen. Es gibt fuer mich aber auf jeden Fall den Padre hier vor Ort, mit dem ueber alles reden kann und einfach immer ein offenes Ohr hat. Jetzt vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit wird das Heimweh doch schon verstaerkt sein, da ich nicht in meinem bekannten Umfeld bin und ich dieses Jahr zum ersten Mal ein Weihnachten im Sommer mit Hitze und nicht Schnee und Kaelte erleben werde. Es geht einfach bei mir immer auf und ab.

So nun in diesem Sinne hoffe ich, dass ihr nun mehr wisst, was ich mache und wie es mir so geht und wuensche euch eine gesegnete Adventszeit und schon mal schoene Weihnachten, da ich wahrscheinlich vor Weihnachten nicht mehr dazu komme eine Rundmail zu schicken!
Ich freue mich natuerlich immer von euch zu hoeren und bitte nicht enttaeuscht sein, wenn ich nicht sofort antworten kann!!

Muchos saludos y abrazos del otro lado del mundo con calor y mucho sol
Manu, Emanuel