Montag, 23. Juni 2008

Besuch Verena 5

beim Eisessen bei 10 Grad Aussentemperatur ;-)
auch im Herbst und Winter hat man ab und zu Lust auf Eis

Stadtteil von Buenos Aires / San Isidro
wir waren auf Tour durch die Grossstadt

Besuch Verena 4

diese Quarzsteine werden aus dem Boden geholt und sind einige Millionen Jahre alt
unser Fuehrer erzaehlt, wie die Steine entstehen

Besuch in einer Quarzmine
Quarz - ein Schaetz von vielen von Misiones
Besuch an den Iguazuwasserfaellen
hintendran ist der "Teufelsschlund"

Besuch Verena 3

eine Linzertorte nach deutschem Rezept
und deutschen Zutaten
- diese Torte kennt man hier in Argentinien nicht!!
nach gemeinsamem Kochen wird stolz das

Gekochte praesentiert


Besuch Verena 2

Altar vor dem Pfarrsaal gestaltet von der Jugendgruppe

Fronleichnamsprozession:
die Prozession geht durch das Dorf mit verschiedenen
Altaeren, die von unterschiedlichen Gruppen
gestaltet werden.

Besuch Verena 1

einfache Holzhuetten
der Leute

die freiwilligen Mitarbeiter der Parroquia
beim sonntaeglichen asado!

Mittwoch, 18. Juni 2008

Brief im Juni an meine Freunde in Deutschland

Meine lieben Freunde, Eltern, Geschwister und Bekannte,

nach nun laengerer Zeit schreibe ich nun wieder. Bei mir war einiges los: der Besuch meiner Freundin Verena, 2 Wochen Kolumbien, unser Patronatsfest und das gewoehnliche Leben hier in der Pfarrei und Dorf in Azara.
Im April war bei mir etwas genervte Stimmung, da durch Umstellungen im argentinischen Bankensystem unser Geldfluss aus Deutschland gestoppt bzw. verlangsamt wurde. Durch diese Aenderung kann jeder Auslaender ab jetzt pro Tag mit der deutschen Girokontokarte nur noch 300 Peso (ca. 60 €) abheben. Es ist sehr wenig, wenn man beachtet, dass Reisen mit dem Bus von Misiones nach Buenos Aires (1300km) schon zwischen 120 und 140 Pesos kosten. Doch nun ist dieses Problem geregelt und wir haben wieder Zugang auf finanzielle Mittel.

Unser Pfarrsaal wurde umgestaltet; nach dem Einzug der neuen Decke, wurde ein Zaun um den Saal gebaut zusammen mit neuem Eingang zur Kueche, sodass bequem Autos be- und entladen werden koennen. Ansonsten hatten Freunde von mir Geburtstag, die werden natuerlich ausgiebig mit einem Asado und Tanz gefeiert. Ich hatte in dieser Zeit zum ersten Mal einen Wurm in einem Zeh, die von Hunden verbreitet werden und da wir in der Pfarrei 3 Hunde haben, ist es nicht so unueblich einen Wurm im Zeh zu haben. Ich mache also so gut wie alles mit was es so an Tieren gibt, die es hier in der Region von Argentinien gibt. Ich bekomme viel mit zum Thema „Sterben“, was in Deutschland oftmals einfach aus der Gesellschaft rausgestrichen wird. Hier werden Tote offen aufgebahrt, das die Angehoerigen den Leichnam anfassen koennen und sich von ihm verabschieden koennen.
Seit kurz nach Ostern haben wir in der Pfarrei eine neue Koechin, die uns das Essen bringt, aufgrund dessen, da wir mit der alten Koechin und ihrer Familie Unstimmigkeiten hatten und noch immer haben.
Nach nun etwas mehr als 6 Wochen haben wir unser Auto wieder zurueck, das in der Werkstatt war und endlich wieder laeuft, nun aber schon iweder in die Reperatur muss, da die Elekronik kaputt ist.
Im Mai ist meine Freundin Verena zu mir nach Argentinien zu Besuch gekommen. Es ist wichtig in der Zeit, dass Menschen kommen und einen besuchen, um die Umgebung und Leute kennenzulernen, damit einige zu Hause in Deutschland verstehen von was redet, weiss wie die Menschen sind und was fuer die Menschen wichtig ist! Ich besuchte mit Verena zuerst die Iguazu Wasserfaelle, eine Quarzmine, die Hauptstadt von Misiones Posadas und machten einen Abstecher nach Paraguay. Sie lernte die Leute hier kennen und vor allem das Umfeld, in dem ich lebe. Zum Schluss verbrachten wir einige Tage noch in Buenos Aires, damit sie noch die Hauptstadt von Argentinien kennenlernte. Ende Mai stand auch schon der Abschied an, da ich nach Kolumbien und sie wieder zurueck nach Deutschland geflogen sind. Ich bin nach Kolumbien geflogen, da eine Pfarrei, die der Padre in Bogota gegruendet hat, 25 jaehriges Jubilaeum feierte. Da unser Patronatsfest vergangenes Wochenende war und der Padre nicht von der Pfarrei weg konnte, so musste ich ihn in Bogota vertreten. Kolumbien bzw. Bogota ist einfach super schoen und viel sicherer als dass es oft das Bild von diesem Land ist. Es gibt kaum noch Guerilla und der Drogenhandel ist jetzt wie in jedem anderen Land der Welt auch. Ich war in dieser Zeit bei Freunden vom Padre untergebracht und mir wurde die Pfarrei und das Altenheim gezeigt, welche er in seiner Zeit dort aufgebaut hatte. Ich lernte die Stadt kennen, die auf 2600m in einem Kessel in der Andenkette liegt. Dort ist immer ein frisches Klima, doch nur knapp 2 Stunden nach Sueden wird es schon tropisch feucht und heiss. Bogota ist eine Stadt mit sehr krassen Kontrasten zwischen Reich und Arm, noch staerker als in Argentinien. Jedoch der jetzige Praesident macht sehr viel fuer die Sicherheit im Land. Er versucht somit das Land oekonomisch wieder auf Vordermann zu bringen, in dem er den Armen hilft und die Mittelschicht staerken will. Ich wurde in dieser Zeit von einem Freund des Padres zum anderen weitergereicht, also von einer Einladung zur anderen, damit ich die Leute kennenlerne, die lange Jahre mit dem Padre zusammengearbeitet haben. Mein Eindruck ist also von Kolumbien so, dass ich wieder einmal nach Kolumbien moechte und sagen kann, dass das Bild von Kolumbien, dass die Guerilla das Land beherrscht, nicht stimmt!
Ich hatte Schwierigkeiten von Kolumbien wegzukommen, da mein Flug vorgeschoben wurde, alles schon geschlossen war, als ich im Flughafen ankam, sodass ich 2 Tage laenger in Bogota war und zu spaet zum Patronatsfest nach Misiones zurueckkam. Ich kam noch rechtzeitig zum Abend an , als das Fest in vollem Gang war. Es gab Musik, Tanz, eine Tombola und Verlosung von gespendeten Gegenstaenden, wie ein Fahrrad, Ventilator, und vieles mehr, sowie Asado, verschiedene Brote, Empanadas und Kuchen. Der Gewinn des Festes wird dem Bau unseres Altenheimes zu kommen. Das Altenheim ist momentan soweit, dass das Dach draufkommen kann, was jedoch sehr teuer werden wird und wir das Sozial-und Gesundheitsministerium darum bitten, dass es dafuer aufkommt.
Ich brauchte nach meiner Reise in Kolumbien einen Tag um wieder in Argentinien anzukommen. Doch ich bin wieder zurueck in meinem Dorf und fuehle mich richtig wohl wieder zurueck zu sein. Nun steht aufraeumen vom Fest und das Haus wieder auf Vordermann bringen auf dem Plan.
Ich sende euch allen viele liebe Gruesse aus dem sehr kalten Misiones.
Euer Manu

P.S.: eine schoene EM euch allen - Deutschland!!!!!!!

Kolumbien 12

schoener Wasserfall, aber mit verseuchtem Wasser aus Fabriken aus der Stadt

ja auch das HardRock Cafe gibt es in Kolumbien

Kolumbien 11

kleiner natuerlicher Salzsee
das Wasser reflektiert durch den Salzgehalt den Bereich,
der vom Licht bestrahlt wird

Blick in einen Salzstollen

Kolumbien 10

in der Kapelle ist eine Kugel aus dem Fels gehauen,
auf dem eine Madanno steht

ein Herz aus purem Salz


Kolumbien 9

Boden ist voll mit Salz

Salzmine in der Naehe von Bogota
zu sehen ist: spezielle Beleuchtung, Salzwassertank


Kolumbien 8

die Familie, bei der in den 2 Wochen gewohnt habe

typische Mahlzeit - Reis, Fleisch, Bohnensuppe, Spiegelei, fritierte Banane

und Hackfleisch


Kolumbien 7

Blick auf die Stadt Bogota

die Kirche von Monserrate
In der Seilbahn auf dem Weg nach Monserrate,


einem Aussichtspunkt mit Kirche, von dem man


die ganze Stadt sehen kann.


Kolumbien 6

2 Freunde von Padre Enrique, die damals, als er in Kolumbien gearbeitet hat,
Ministranten waren.

von rechts: der Padre Julio, der in der Pfarrei arbeitet; Ich; der Bischof, der aus Bogota stammt und jetzt eine Dioezese hat; enge Mitarbeiterin in der Pfarrei

Kolumbien 5

typische Strasen in diesem Teil der Stadt mit Blick einen Berg
der Andenkette

aelteste Teil von Bogota

im Zentrum der Stadt im Talkessel der Andenkette

Kolumbien 4

Einladung zum Mittagessen bei
den Damen und Herren gehobenen Alters

Kolumbien 3

der Altar mit Ambo
am Tag vor der Feier zum 25-jaehrigen Jubilaeum
Kirche von innen
hier haben bis zu 500 Leute einen Sitzplatz und
insgesamt bis 1000 Leute Platz

Kolumbien 2

Kirche direkt neben dem Pfarrhaus

Pfarrhaus in Bogota mit Pfarrsaal

Kolumbien 1

das Altenheim, das von Padre Enrique gebaut wurde

Im Altenheim in Bogota in der Pfarrei, in der Padre Enrique lange Jahre
gearbeitet und das Altenheim gebaut hat