Hola,nach nun laengerer Zeit schreibe ich nun wieder an euch alle wieder in Deutschland. Seit meinem letzten Brief bis Ostern war bei mir der normale Wochenrhytmus mit Caritasgruppe, Liturgiegruppe und Ministranten. Bei uns gab es ausserdem einige aeusserliche Aenderungen in der Pfarrei, da bei uns der Eingang der Kirche und die Wege rundum das Haus neu gemacht wurden, da sie durch die Hitze und die Feuchtigkeit ziemlich kaputt waren und es steht nun endlich unser Wasserturm, dass wir nun endlich keine Wasserschwierigkeiten mehr haben und nun genug Druck auf den Leitungen ist.
Palmsonntg, Karwoche und Ostern war dieses Jahr komplet anders, wie ich bisher diese gekannt habe: fuer den Palmsonntag und die ganze Karwoche und Ostern waren meine Ministranten sehr viel beschaeftigt, da sie das Evangelium lebendig dargestellt haben. Fuer den Palmsonntag hatten wir richtiges Maultier bzw. ein kleines Pferchen, da sich kein Esel mehr finden lies. Die Palmsonntagsmesse fing bei uns auf dem Dorfplatz an mit dem Wortgottesdienst und anschliessender Prozession in die Kirche hinein, die davon gegenueber liegt mit anschliessender Eucharistiefeier. Die ganze Feier war sehr lebendig mit Darstellern (die Ministranten) der Bibelpersonen und gleichzeitigen Erklaerungen des Priesters, dass man genau mitverfolgen konnte, was als naechstes passiert und warum.
Dann bekam ich Besuch von meinen Eltern ueber Ostern, die ich seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen hatte. Sie lernten so ziemlich alle Personen kennen, die hier in der Pfarrei immer mithelfen und erlebten mit mir zusammen eine voellig andere Karwoche und Ostern, wie man sie normalerweise von Deutschland kennt; mit Hitze, schoen gestalteten gottesdiensten: Gruendonnerstagsliturgie und Karfreitagskreuzweg und Osternacht. Dabei wurde immer das Evangelium von den Ministranten gespielt. Am Karmittwoch war bei uns die Crisammesse mit Bischof, bei der die Geluebde der Preister erneuert und die Oele fuer die Salbungen gesegnet wurden. Aus jeden Ort der Dioezese war eine Delegation mit dem Priester zusammen gekommen, die am Schluss der Messe die Oele entgegen nahmen.
Am Gruendonnerstg wurde die Kirche von den Farben des Palmsonntags zu den Farben fuer den Gruenndonnerstag geaendert und ein Tisch als Abendmahlstisch in der Mitte der Kirche aufgestellt. Nach der Liturgie war stille Anbetung bzw. mit Musik an einem Seitenaltar, bei dem alle hostien aufbewahrt wurden. Vom Ende der Messe bis Mitternacht gab es Gruppen, die sich abwechselten in dieser Zeit der Anbetung und der Musik.
Am Karfreitag morgen gab es einen Kreuzweg von unserem Rathaus zur Kirche, bei der die Ministranten den Kreuzweg lebendig darstellten. Der Kreuzweg fand aus Wettergruenden schon am morgen statt, da am Mittag ein Rausgehen in die Sonne aufgrund der starken Hite und Feuchtigkeit (fast) nicht moeglich war. Am Abend war die Karfreitagsliturgie mit Kreuzverehrung mit anschliessender, in der Kripta unter der Kirche, Grabesverehrung. Da unsere Kirche die einzige ist in der Dioezese, die am Karfreitag eine Grabeserehrung in der Krypta hat, kommen viele Leute, weil es so gut wie keine Kirchen in der Dioezese gibt mit Kryptas. Am Karsamstag wurden von der Caritasgruppe die Kisten mit Lebensmitteln fuer die armen Familien mit vielen Kindern verteilt, die einem Osterei und einem Ostergruss zusammen verteilt wurden.
Da schon abends die Osternacht war, musste gleich wieder die Kirche umgestaltet werden auf Ostern (weiss). Auf unserem Dorfplatz ging die Messe los, mit anschliessender Lichterprozession in die Kirche, dem Osterevangelium und spaeter mit der Weihe des Taufwassers. Nach der Osternacht brachte jeder noch einen Korb mit Lebensmitteln mit der gesegnet wurde, als Zeichen dass ueber das Jahr es an Lebensmitteln nicht fehlen soll und man ueber das Jahr genug zu essen hat.
Zu Ostern gab es bei uns wieder das typische argentinische Essen, das asado, also Rindfleisch, Huhn und Wurst auf der Glut gegart mit Salaten undleckerem Eisnachtisch und spantanem Tanz, da ein Akkordeon und eine Gitarre von zwei Mitarbeitern gespielt wurden und die typische Musik von Misiones spielten, der llamame ("tschamame").Direkt nach Ostern bin ich mit meinen Eltern an die Iguazuwasserfaelle, gefahren, die einfach sehen muss, wenn man in Misiones bzw. in Argentinien ist! Ist einfach unglaublich, wie das Wasser in die Tiefe stuerzt.
Nach nun knapp 3 Wochen viel Arbeit in der Pfarrei kommen nun einige ruhigere Tage, in denen man sich etwas erholt und Dinge erledigt, die ueber Ostern nicht erledigt werden konnten, wie Gelaende putzen..... Unser Salon wird auch gerade etwas restauriert, da eine neue Decke und draussen ein neuer Boden am Eingang gemacht wird.
Nun.... es ist immer was los und es gibt immer was zu tun, sodass man abends sehr muede ins Bett faellt und mittags eine Siesta haelt.
Nun wuensche ich euch allen eine gute Zeit und ich gruesse alle aus dem spaetsommerlichen Misiones
euer Manu
Donnerstag, 3. April 2008
Ostern 7
direkt am Ostermontag und Dienstag
momentan ist alles recht trocken und wenig Wasser
ist vorhanden aufgrund der langen Trockenheit und Hitze
Ostern 6
mit allem, was man zum Leben braucht und was fuer Misiones typisch ist
wie z.B. der Yerba Mate
als Zeichen, dass ueber das Jahr es nicht an Lebensmitteln fehlen soll
Ostern 5
und anschliessender Segnung der Leute
die Leute koennen sich nach der Messe Weihwasser aus
diesen Bottichen mit nach Hause nehmen
dunkle Kirche und nur die Osterkerze brennt
Ostern 2
auf dem Tisch liegen Brote, Glaeser mit Wein
die Leute sitzen auf der Seite auf den Baenken
der Altarraum blieb frei, sodass man direkt bei den Leuten war
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